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Unsere Namensgeber

 

Die Markomannen waren ein germanischer Volksstamm, welcher der Stammesgruppe der Sueben zugeschrieben wird.

Diese Stammesgruppe siedelte zwischen Ostsee, die von römischen Quellen auch als „Mare Suebicum“ bezeichnet wurde, und den deutschen Mittelgebirgen. Zu dieser Gruppe wurden zur ersten Jahrhundertwende neben den Markomannen auch die Semnonen, die Hermunduren, Quaden und Longobarden gerechnet.

Der Name „Markomannen“ wird abgeleitet aus „Mark“ für „Grenzland“ oder aus dem keltischen Begriff für „Pferde“ und „Mannen“, das sind Männer. Demnach bedeutete er sinngemäß „Männer aus dem Grenzland “ oder „Männer auf Pferden“.

Die Bezeichnung "Markomannen" ist erstmals im Zusammenhang mit römischen Schilderungen des Heeres des Ariovist 58 v. Chr. bezeugt. Nach antiken Quellen wurden um 9 v. Chr. eine als "Markomannen" bezeichnete Stammesgruppe von den Römern unter Drusus besiegt und wich deshalb unter dem von römischen Autoren als "rex" (König) bezeichneten Marbod (lateinisch Maroboduus) ins heutige Böhmen aus.

Viele Grabfunde, insbesondere jene aus den sogenannten "Fürstengräbern" der markomannischen Oberschicht, belegen ein hochstehendes Kunsthandwerk. Noch unter dem Anführer Marbod etablierte sich in Böhmen ein starkes Stammesfürstentum, das von Augustus als potenzielle Gefahr für Rom wahrgenommen wurde [Quelle: Wikipedia].

Die Markomannen gerieten dann unter den Einfluss Roms, führten aber immer wieder Aufstände gegen die Römer, welche in den drei Markomannenkriegen zwischen 166 und 180 gipfelten. In ihnen zeigten sich die Markomannen als erbitterte und schlagkräftige Feinde des Römischen Reiches und drangen mehrmals tief in das Gebiet des Imperiums ein. Kaiser Mark Aurel musste die meiste Zeit seiner Regierung ihrer Abwehr widmen.

Auch im dritten Jahrhundert berichten antike Quellen von zahlreichen Einfällen ins Römische Reich. 396 wurden dann Teile der Markomannen als Verbündete der Römer im Raum Westungarn-Österreich angesiedelt. Dort erfolgte auch ihre Christianisierung.

Die in Böhmen verbliebenen Markomannen gingen im 7. Jahrhundert (letzte germanische Siedlungsspuren in Böhmen) in den einwandernden Slawen auf und trugen möglicherweise zur Entstehung der Bajuwaren bei.

 
 

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